Alle Krankenkassen decken homöopathische Behandlungen durch die komplementären Zusatzversicherungen ab.
Grundsätzlich wendet der Homöopath die gleichen Untersuchungsmethoden an wie die Schulmediziner (inklusive Laboruntersuchungen). Wichtig ist ihm jedoch, wie sich eine Krankheit zeigt. Der Homöopath geht ausführlich und individuell auf seine Patientin oder seinen Patienten ein und erfasst die Symptome sowie die Auslöser (Modalitäten). Wenn zehn Patienten an derselben Krankheit leiden, kann jeder einzelne aufgrund der individuellen Symptomatik ein anderes Mittel erhalten.
Es gibt rund 2000 geprüfte homöopathische Mittel, die alle speziell zubereitet werden. Die Substanzen werden stufenweise verdünnt oder verschüttet (potenziert), was ihre Heilkraft verstärkt. Alle homöopathischen Medikamente werden aus Pflanzen (z.B. Küchenschelle), Tieren (z.B. Bienengift), Metallen (z.B. Kupfer) oder Mineralien (z.B. Kalk) hergestellt. Aber auch durch Krankheiten produzierte Stoffe (sogenannte Nosoden) oder Stoffe aus gesunden Absonderungen (sogenannte Sarkoden) wie Adrenalin oder Muttermilch werden eingesetzt.
Die Medikamente sollten entfernt von stark riechenden Substanzen aufbewahrt und nicht mit der Hand berührt werden. Bei der Einnahme sollten sie langsam im Mund zergehen. Die Medikamente immer nur bei völlig sauberem Mund, aber nicht direkt nach dem Zähneputzen einnehmen. Vor und nach der Einnahme eines homöopathischen Mittels 30 Minuten lang nichts essen, rauchen oder trinken. Regelmässigen Konsum von Kaffee, Schwarz-, Pfefferminz- oder Kamillentee vermeiden. Keine Stoffe mit Kampfer und ätherischen Ölen anwenden.
Jede Behandlung entzieht dem Körper Energie. Unterzieht man sich zwei Therapien gleichzeitig, kann dies den Körper übermässig beanspruchen. Hinzu kommt noch, dass man nicht sagen kann, welche der beiden Behandlungen geholfen hat. Während einer homöopathischen Behandlung ist auch auf Anwendungen mit Kampfer (z.B. Dul-x, Vicks, Pulmex, Migränestifte usw.) oder Ölen (z.B. Eukalyptus, Pfefferminze, Kamille) zu verzichten, da sie die Wirkung homöopathischer Mittel aufheben oder erheblich schwächen können.
Während einer Therapie können sich Beschwerden vorübergehend verstärken oder alte Symptome auftreten. Zudem sind auch psychische Reaktionen möglich, die sich in verstärkten Emotionen äussern. Die auftretenden Reaktionen sind unter Umständen für die Patientin oder den Patienten schwer zu verstehen und es braucht manchmal Geduld, um sie durchzustehen. Sie zeigen jedoch, dass der Körper auf die verschriebenen homöopathischen Mittel reagiert und dass der Organismus dabei ist, sich zu heilen. Dieser Prozess darf nicht gestört werden. Während des Heilungsprozesses können folgende Reaktionen auftreten: - ärgerliche, gereizte, weinerliche Stimmung - intensive Träume - starker Nachtschweiss - Müdigkeit - verstärkte Menstruation, veränderter Zyklus - Durchfall, Erbrechen - verstärkter Hautausschlag, Juckreiz - Kopf-, Rücken- oder Gelenkschmerzen